Inmitten der Wüste, im Rhythmus der Stille, habe ich erlebt, wie unwichtig und gleichzeitig kostbar kleine Dinge sein können. Ich hätte nie gedacht, dass schon kurz darauf eine ganz andere Reise auf mich wartet – eine Reise mitten ins Herz der Hoffnung.

Meine Tage im Penduka Projekt
Nach meiner Ankunft in Windhoek zog es mich für mehrere Tage ins Penduka Zentrum am Goreangab-Stausee. Beim ersten Betreten dieses Ortes fühlte ich sofort die besondere Atmosphäre: Die Frauen, die dort arbeiten, begegneten mir mit einer Herzlichkeit, die mich direkt willkommen hieß. Penduka ist viel mehr als nur ein Handwerksprojekt – es ist ein Ort voller Lebensfreude, Widerstandskraft und Mut.
Jeden Tag durfte ich erleben, wie die Frauen in liebevoller Arbeit Schmuck, Stoffe, Töpferwaren und vieles mehr herstellen. Am Abend saßen wir gemeinsam beim Essen; es war, als wäre ich Teil einer großen Familie. Die Gespräche waren tiefgründig, inspirierend, manchmal auch schmerzvoll – vor allem, wenn sie von ihren Lebenswegen und Herausforderungen erzählten.













Ein Tag, der mich bewegte
Beeindruckend war besonders der Moment, als wir gemeinsam die gespendete Kleidung und die Dinge, die wir gesammelt hatten, an die Frauen weitergaben. Jeder durfte sich etwas nehmen, und es wurde genau darauf geachtet, dass jede Frau wirklich etwas für sich findet. Die Freude in ihren Augen, das Lachen und die kleinen Gesten der Dankbarkeit haben mein Herz berührt. Später konnten wir sogar Handys unter den Teilnehmerinnen verlosen – und der Jubel im Raum war überwältigend.
Sehr besonders war für mich meine Begegnung mit Sanna: Sie zog zufällig eines meiner gespendeten Kleider und strahlte vor Glück. Mit dem gesammelten Geld aus unserer GoFundMe-Aktion konnte ich ihr eine Gleitsichtbrille finanzieren. Als ich ihr davon erzählte, hatte sie Tränen in den Augen – und ich auch.




Besuch im Slum
Nach diesen bewegenden Momenten bin ich gemeinsam mit einigen anderen für einen Tag in die Slums von Windhoek gefahren. Das war ein extremer Kontrast: Die Armut, die einfachen Wellblechhütten, improvisierte kleine Läden und Restaurants, kaum Privatsphäre – all das hat mich erschüttert. Trotzdem habe ich so viel Lebensfreude und Stärke gesehen. Frauen und Kinder, die trotz der Umstände lachen, sich gegenseitig helfen und ihre Hoffnung nicht verlieren. Ich durfte sogar erleben, wie mir Rastazöpfe geflochten wurden – ein kleines Stück Verbundenheit, das ich fest im Herzen trage.









Das ist Penduka für mich
In den Tagen bei Penduka habe ich verstanden, was Hilfe zur Selbsthilfe wirklich bedeutet. Hier lernen Frauen, wie sie mit ihren Händen eine Zukunft erschaffen, einen eigenen Lebensweg gehen. Das Projekt vermittelt ihnen Selbstvertrauen, Wissen und die Kraft, wirtschaftlich unabhängig zu werden. Und ich habe selbst gesehen, wie wichtig solche Orte sind: Sie schenken Hoffnung, Gemeinschaft und Perspektiven – und manchmal auch ein herzliches Lachen.







